Ethische Leitlinien

Ethische Leitlinien des CFM - Zentrum für Achtsamkeit

Version vom 04.10.2022

Diese Leitlinien basieren auf den ethischen Leitlinien des deutschen Verbands der MBSR-MBCT-Lehrenden und werden mit freundlicher Genehmigung verwendet.

Alle Achtsamkeitslehrenden des CFM - Zentrums für Achtsamkeit sind sich ihrer Verantwortung für die Kursteilnehmenden bewusst. Sie verpflichten sich aus diesem Grund zur Einhaltung der folgenden ethischen Leitlinien:

1. Transparenz und Offenheit
Vor Beginn des Kurses werden die Teilnehmenden sorgfältig über Inhalt, Form, Dauer und Kosten des jeweiligen Kurses informiert. Das Wohl der Teilnehmenden steht über den wirtschaftlichen Interessen der Kursleitung und des CFM.

2. Integrität der Inhalte der Achtsamkeitskurse
Die Lehrenden des CFM sind verpflichtet, die verschiedenen Formate der Achtsamkeitskurse auf derjenigen Grundlage zu unterrichten, wie sie von den Ausbildungsinstituten vermittelt werden, die vom MBSR-Verband Schweiz - MindfulnessSwiss anerkannt worden sind. Die Integrität der Curricula von MBSR, MBCT, MSC, MBPM und anderen achtsamkeitsbasierten Programmen wird respektiert und es werden unter diesen Bezeichnungen keine Elemente aus anderen Kursformaten unterrichtet.

3. Kontinuierliches Lernen und Üben
Die Lehrenden des CFM sind sich bewusst, dass eine qualifizierte Kursleitung regelmässige Fortbildung sowie Super- und/oder Intervision erfordert. Sie verpflichten sich, dies praktisch umzusetzen sowie eine fortlaufende eigene formale und informale Achtsamkeitspraxis zu pflegen. Alle Lehrenden des CFM erfüllen die vertraglich festgehaltenen internen
Qualitätsanforderungen des CFM und sind ausserdem Mitglied im MBSR-Verband Schweiz - MindfulnessSwiss und erfüllen dessen Anforderungen hinsichtlich der Qualitätsrichtlinien in Bezug auf die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung.

4. Anerkennung von Grenzen
Die Lehrenden des CFM sind sich darüber im Klaren, dass ein Achtsamkeitskurs keine notwendige medizinische und/oder psychotherapeutische Behandlung ersetzen kann. Sie sind in besonderem Masse aufmerksam, wenn sich der jeweilige Kurs als nicht ausreichend hilfreich (oder gar schädlich) für bestimmte Teilnehmende erweist und weisen die betreffenden Teilnehmenden auf die Grenzen der eigenen Kompetenz und/oder des jeweiligen Kursangebotes hin. Wenn notwendig verweisen sie Teilnehmende an Fachpersonen aus dem medizinischen und/oder psychotherapeutischen Bereich.

5. Übernahme von Verantwortung in der Beziehung zu den Teilnehmenden
Die Lehrenden des CFM erkennen an, dass es sich zwischen der Kursleitung und den Teilnehmenden um eine asymmetrische Beziehung handelt. Diese Asymmetrie beruht darauf, dass die/der Lehrende einen Erfahrungs- und Kompetenzvorsprung in Sachen Achtsamkeit hat und diesen auftragsgemäss einsetzt, um die Teilnehmenden bei der Entwicklung einer eigenen Achtsamkeitspraxis zu unterstützen. Aus dieser Rollenverteilung resultiert die besondere Verantwortung der/des Lehrenden, darauf zu achten, dass diese Asymmetrie ausschliesslich in Bezug auf die Auftragserfüllung im Achtsamkeitskurs zum Tragen kommt. Ebenso liegt es in der alleinigen Verantwortung der/des Lehrenden, das mit dieser Rollenverteilung verbundene Machtungleichgewicht in keinster Weise auszunutzen oder sich damit materielle und/oder immaterielle Vorteile zu verschaffen.

6. Weltanschauliche Neutralität
Die Lehrenden des CFM schaffen in ihren Kursen eine Atmosphäre, in der Werte wie Wertschätzung, Respekt und Toleranz gelebt werden. Teilnehmende werden in keiner Weise aufgrund individueller und kollektiver Merkmale diskriminiert (Gender-Identität, sexuelle Orientierung, kulturelle und ethnische Identität, Religionszugehörigkeit, soziale Schicht u.a.).
Die Lehrenden des CFM verzichten auf jegliche politische, weltanschauliche und religiöse Indoktrination und Beeinflussung. Sie benennen allerdings auf gezielte Nachfragen von (potenziellen) Teilnehmenden den ihrer Arbeit zugrunde liegenden ideellen Hintergrund und die eigenen Formen der Achtsamkeitspraxis.

7. Missachtung der ethischen Leitlinien
Die Lehrenden des CFM sind sich bewusst, dass die Missachtung dieser ethischen Leitlinien zur Beendigung der Lehrtätigkeit für das CFM führen kann. Hierüber entscheiden die Gesellschafterinnen des CFM (Béatrice Heller und Yuka Nakamura) nach Konsultation mit der Geschäftsleitung des CFM.

 

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